Schließlich ist sie doch gelungen – meine visuelle Begegnung mit Ernst Moritz Arndt. Ich nahm seine Rügen-Geschichten dieses Mal wörtlich und machte mich auf die Suche nach ihren Schauplätzen. Schon lange habe ich sein Heimweh nach Rügen, von Bonn aus, nachempfunden. Doch ich fand die Landschaft, wie er sie beschrieb, in der Realität nicht wieder. Erst das Studium alter Rügen-Karten ließ mich die Insel so sehen, wie Arndt sie einst erlebt haben könnte. Dadurch fiel es mir wesentlich leichter, die Schauplätze aller neunzehn Märchen zu verorten, die er aus seiner Heimat überliefert hat. Diese örtliche Verankerung alter Geschichten eröffnete mir eine neue Sicht auf die Landschaft Rügens.