BIN
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Dass ich als Fotokünstlerin Fotos mache, versteht sich von selbst. Das Fotografieren nimmt allerdings in Summe einen Bruchteil meiner Arbeitszeit in Anspruch. Mit den Fotos sollte hinterher ja etwas passieren. In Ausstellungen zeigen? Ja. Ab und an, stelle ich meine Arbeiten aus. Aber auch diese Tätigkeit ist, auf das ganze Jahr bezogen, wenig zeitintensiv. Worein ich die meiste Zeit investiere sind Fotobücher. Seit ich das Buchbinden einigermaßen gut beherrsche, macht es mir enorm viel Spaß und Freude das passende Format für jedes Fotoprojekt zu entwickeln und umzusetzen.

BIN ist ein gemeinschaftliches Projekt von meiner Tochter Marta und mir. Für ein Schulprojekt hat sie mit ihrer Handykamera den Inhalt von Mülltonnen fotografiert. Ihre Idee gefiel mir so gut, dass ich aus diesem Fotomaterial ein ausgeklügeltes Büchlein konzipierte. Es ist ein recht kompliziert gefaltetes Leporello zwischen zwei Holzdeckeln. Meinem Entwurf der Typo für den Titel folgend – denn, Typographie fasziniert mich auch sehr – habe ich den Text mit einem Brennstab in eine Platte eingebrannt. Für den Inhalt habe ich zunächst ein kleinformatiges Dummy mit einfachen Schwarz-Weiß-Bildern erstellt und später auf ein A1-Blatt drucken lassen. Den großen Bogen zerschnitt ich anschließend so, dass es ich ihn auf ein Endformat von 195×195 mm zusammenfalten konnte. Auflage: 3 Exemplare.

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