STRANDGUT
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#STRANDGUT #MEERSCHLECHT war ein langsam wachsendes Projekt. Es entstand in vier Etappen. Zuerst sammelte ich wochenlang das ansprechende Material vom Strand: bunte Plastikteile, aufgespülte Algen und Knochenteile. Dann gestaltete ich daraus auf einem Leuchtpult Collagen, welche ich anschließend fotografierte. Das Fotografieren selbst hat, wie immer, am wenigsten Zeit in Anspruch genommen. Es folgte mühsame Kleinarbeit mit Photoshop, die fast einen meditativen Charakter bekam. Stundenlang radierte ich die Schatten der Objekte aus, Pixel für Pixel, bis der Hintergrund ganz weiß wurde und die Objekte darüber zu schweben schienen. 

Im vierten Schritt stand ich vor der Frage der Präsentationsform. Es war klar, dass ich Prints an die Wand hängen werde. Zur Ausstellung bot sich Ende 2021 eine Gelegenheit in der Galerie des Landkreises Vorpommern-Rügen in Putbus. Von der Illusion dort Käufer zu finden, habe ich mich längst verabschiedet. Ich habe also drei Bilder als Poster drucken lassen, in der Hoffnung, mit einem preisgünstigen Angebot Einnahmen zu generieren. Leider haben weder die Poster noch die Sammler-Edition von 15 Mappen die Kosten der Ausstellung refinanzieren können. Dennoch hat es wieder einmal sehr viel Spaß bei der Gestaltung gemacht. Insbesondere deshalb weil ich mir zum ersten Mal bei einem Graphikdesigner Unterstützung geholt habe. Björn Hinze ist unschlagbar kreativ. Im Handumdrehen hatte er ein geniales Titelbild gestaltet und überzeugte mich für hochwertige Drucke im Kleinformat. Auf 6 Bögen FineArtPapier mit lichtbeständiger Pigmenttinte habe ich 12 Bilder gedruckt, die Bögen einmal gefaltet und sie in einen Sammelschuber gesteckt, den ich zuvor in Handarbeit herstellte. 

STRANDGUT fand also seine einzigartige Präsentationsform als eine edle Mappe im Buchformat.

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